Jörn Tschirne

Business-Coach & Trainer

Coaching-Methoden - Die Methoden im Einzelcoaching

In den letzten Jahren haben sich die Methoden im Bereich Coaching ständig weiterentwickelt und verfeinert. Ein großes Methodenrepertoire bietet jedem Coach die Möglichkeit, die Arbeit individuell auf die Bedürfnisse des Klienten anzupassen. Um Ihnen einen Überblick über die Möglichkeiten zu verschaffen, stellen wir Ihnen in der folgenden Übersicht eine Auswahl vor.

Inszenario

Bei dieser Methode handelt es sich um eine interaktive Methode, die von Dipl. Psychologe Gunter König entwickelt wurde. Die Holzfiguren werden eingesetzt, um z. B. Auswirkungen schnell zu erfassen oder gruppendynamische Prozesse kreativ zu gestalten.

Das Innere Team:

Um die inneren Stimmen, die sich in bestimmten Situationen zu Wort melden, kennen und steuern zu lernen, verwenden wir ebenfalls das Inszenario.Entwicklungsfluss:Mit dieser Methode lassen sich einzelne Entwicklungsschritte bis hin zum Zielhafen anschaulich und gezielt festlegen.

Zirkuläres Fragen:

Mit dieser Fragetechnik hinterfragen und beleuchten wir im Coaching das System, in dem sich der Klient befindet. Dadurch werden Beziehungen, Verstrickungen und Zusammenhänge sichtbar.

Postkarten:

Der Einsatz von Postkarten oder anderen bildhaften Medien ermöglicht dem Klienten sein Anliegen in einen anderen Kontext zu übertragen und dadurch andere Wege der Problemlösung zu verankern bzw. seine Wahrnehmungsfähigkeit zu erweitern.

Rollenspiel:

Im Rollenspiel werden neue Verhaltensweisen bzw. spezifisches Verhalten in unbekannten Situationen wie Vorstellungsgesprächen eingeübt und trainiert.

Wertequadrat:

Diese Methode von Friedemann Schulz von Thun eignet sich dazu, die eigenen Werte zu entwickeln bzw. Wertekonflikte zu beleuchten.

Zeitreise:

Hierbei begleiten wir den Klienten auf einer Reise in bereits erlebte Situationen, um vorhandene Ressourcen (neu) zu entdecken und für die Gestaltung von zukünftigem Handeln zu nutzen.

Verfahren des Life/Work Planning:

Mithilfe dieses Verfahrens, das von Richard Nelson Bolles entwickelt wurde, unterstützen wir unsere Klienten dabei, ihre Fähigkeiten zu entwickeln und die geeigneten Suchstrategie nach dem passenden Job festzulegen.

Hermann Dominanz Instrument:

Der H.D.I.- Fragebogen hilft dabei, sich selbst einzuschätzen und Aufschluss über den eigenen Denkstil zu bekommen. Der H.D.I. konzentriert sich auf die Art der Nutzung unseres Gehirns. Die Auswertung des Fragebogens zeigt, in welchem Ausmaß eine Person bestimmte Denkweisen bevorzugt, nutzt oder vermeidet.

Myers Briggs Typen Indikator:

Der MBTI ist ein Persönlichkeitsfragebogen, der dabei hilft, die eigenen Fähigkeiten und Begabungen besser kennen und verstehen zu lernen. Er erfasst nicht das Verhalten oder die Eigenschaften einer Person, sondern verdeutlicht bestimmte Präferenzen.

Die Methoden im Gruppencoaching

Protagonistenarbeit:

Der Klient stellt eine Situation mit Hilfe der anderen Gruppenmitglieder so dar, wie sie sich tatsächlich ereignet hat. Alle Teilnehmenden wirken dann aktiv mit, um das Anliegen zu bearbeiten und Änderungen auszuprobieren. Diese Methode belässt die Verantwortung beim Klienten. Er geht so weit, wie er es für richtig erachtet. Die Leitung führt durch den Ablauf und schützt den Klienten vor einer Selbstüberforderung.

Soziometrie:

Die Struktur eines Teams – ihr emotionales Beziehungsgeflecht – wird mit Hilfe dieser Methode analysiert.

Axiodrama:

Mit der Form des Axiodramas können bewusste und vorbewusste Haltungen deutlich werden. Es wird genutzt, wenn der Klient sich unter Druck fühlt und nicht versteht, warum er sich das immer wieder antut.

Skulptur:

Mit dieser Methode kann der Protagonist die Facetten von Beziehungsgeflechten darstellen.

Surplus-Realität:

Die Begrenzungen durch Raum, Zeit, Herkunft, Biographie usw. werden aufgelöst, so dass der Klient den Alltag mit Hilfe seiner Phantasie neu inszenieren kann. Der Blick wird nicht auf Defizite gerichtet, sondern die Bedingungen können frei und kreativ gestaltet werden.

Zukunftsprobe:

Der Klient stellt sich eine (belastende) Situation vor, die zu einem späteren Zeitpunkt auf ihn zukommen wird und durchlebt sie im Spiel. Dadurch können Ängste vermindert oder aufgelöst werden.

Rollenprobe:

Der Klient spielt eine unausweichliche Situation in verschiedenen Varianten durch, um sich Handlungsalternativen zu erarbeiten.

Rollentausch:

Aktiv Arbeitende auf der Aktionsfläche wechseln ihren Part miteinander: Zum Beispiel schlüpft der Chef in die Rolle des Mitarbeiters und der Mitarbeiter in die des Chefs.

Rollenwechsel:

Der Klient nimmt aus dem eigenen Rollenrepertoire eine andere Rolle ein (z.B. eine zu einem früheren Zeitpunkt bereits gelebte Rolle).

Doppeln (Hilfs-Ich):

Ein Teilnehmer versetzt sich in die Lage des Klienten, nimmt die gleiche Haltung ein und ahmt sie nach. Dies dient zur Verstärkung und Verdeutlichung der emotionalen Position des Klienten.

Spiegeln:

Ein Gruppenmitglied übernimmt die Rolle des Klienten. Dieser kann dadurch aus der Situation heraustreten und sein Verhalten mit Abstand betrachten.

Der leere Stuhl:

Auf diesem Stuhl stellt sich der Klient eine Person vor, der er das sagt, was in der Realität nicht auszusprechen ist. Diese Methode wirkt entlastend und regt Lösungsfindungen an.

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